Als einziger Mensch auf dem Mars aufgewachsen, wird V.M. Smith nach Jahren bei einer erneuten Expedition zurück zur Erde genommen. Anfangs noch unbeholfen und wie ein kleines Kind erst alles begreifend, zeigt er nach und nach erstaunliche Fähigkeiten. Mit seiner Art zu denken beeinflusst er einen immer größer werdenden Kreis von Menschen, zieht allerdings auch viel Hass auf sich.

Wer Robert A. Heinlein kennt, wird sich nicht über die teilweise recht abtruse Handlung und Dialoge wundern. Manchmal wirken sie doch wie von einem pubertierenden Jungen erdacht. Aber hinter der ganzen Geschichte steckt ein interessantes Gedankenspiel. Der Blick auf die Menschheit durch jemanden, der durch eine komplett andere Lebensweise auch ganz andere Werte kennt, lässt einen hin und wieder auch die eigene Denkweise in Frage stellen.

Wer sich von den originellen Beziehungen der Charaktere nicht abschrecken lässt, der findet hier eine Perle der frühen Science-Fiction.

Ein treffender Artikel ist dazu am 31. Oktober 2007 in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen: „Du bist Gott!“